Larberg's Landing

Larberg's Landing
Eine heruntergekommene, kleine Siedlung direkt am Ufer des Piechotta River. Der allgemeine Aufstieg durch die Entdeckung des Darkstones scheint hier nie angekommen zu sein. Schon von weitem lässt euch der Anblick der vereinzelten, verwahrlosten Häuser daran zweifeln, ob es sich gelohnt hat, hierher zu reisen.
Anders als erwartet findet ihr den Ort nicht verschlafen, faul und träge, oder untätig vor, sondern in heller Aufregung. Die hinterwäldlerisch wirkenden Einwohner kommen euch panisch entgegen gelaufen.
Die Kirche sticht als einziges Gebäude etwas heraus, der Rest der Häuser erinnert eher an eine Bretterbude, welche von ungeübten Händen zusammengezimmert wurde, als an eine auf Dauer errichtete Siedlung.
Die meisten der Leute haben ihre besten Jahre lange hinter sich gelassen. Sie wirken auf euch verarmt und verwahrlost. Von Körperpflege oder sauberer Kleidung scheint hier niemand etwas gehört zu haben. Die ganze verdammte Stadt stinkt nach Schweiß und fauligen Eiern.
Die Kirche
Als ihr die Kirche von Larberg's Landing betretet, bemerkt ihr, dass der Priester hastig eine Flasche hinter seinem Altar verschwinden lässt. Nachdem er sich wieder zu euch umgedreht hat, mustert er euch aus seinen tief eingefallenen, schwarz unterlaufenen Augen. Scheinbar muss er sich einen Moment fangen bevor er zu sprechen beginnt. Sein Priestergewand hat schon deutlich bessere Tage gesehen. Es ist an vielen Stellen notdürftig geflickt. Sein Gesicht ist unrasiert und euch schlägt der Geruch von Alkohol entgegen, als ihr mit ihm ins Gespräch kommt.
"Ich kann euch nicht viel über Michael sagen, aber überrascht bin ich nicht, dass grade er es ist, der von diesem Dämonen (Der Priester bekreuzt sich hastig) entführt worden ist. Er ist eine seltsame Gestalt. Es ist nicht nur seine Art zu sprechen, er hat diesen komischen Akzent. Ich vermute, dass er von weiter weg kommt, vielleicht Mexiko. Irgendwas ist komisch an ihm. Manchmal ist er wochenlang weg, sein Geschäft geschlossen und dann taucht er plötzlich wieder auf und hat allerlei seltsame Dinge bei sich.Ich vermute er trifft sich mit seinen Geschäftspartnern irgendwo außerhalb der Stadt, oder sonstwelchen zwielichten Gestalten. In den letzten Wochen sind diese Treffen aber wohl ausgeblieben. Man hat ihn immerwieder in der Nähe der alten Johnson Mine gesehen. Ich weiß nicht ob diese Bestie, die ihn entführt hat, irgendwas damit zu tun hat, aber das ist alles sicher kein Zufall. Ich denke er hat irgendwas wichtiges verloren. Ich weiß es nicht. Manchmal kam er mit einer Tasche mit Dokumenten und Papieren zurück. Vielleicht findet ihr in seinem Laden einen Hinweis darauf. Ich werde auf jedenfall für ihn beten."
Dann geht der Priester wieder zurück hinter seinen Altar und greift unverhohlen zu der Flasche, obwohl ihr noch dort seid.
Der Saloon
Ein alter Mann mit lumpiger, stinkender Kleidung stellt sich als "Old Milbert Williams", der Wirt des örtlichen Saloons, vor. Als er beginnt zu sprechen, stößt euch zwischen seinen vereinzelten, gelben Zähnen ein fauliger Atem aus seinem Mund entgegen.
Er berichtet euch von einem riesigen, schwerfälligen Dämonen, welcher letzte Nacht aus den nahegelegenen Höhlen gekommen ist und einen Mann namens Michael, den Besitzer des einzigen Geschäfts in Larberg's Landing, in die Hügel verschleppt hat. Der örtliche Sheriff hat die Kreatur verfolgt und versuchte, sie aufzuhalten.
Die Männer berichten euch aufgeregt, dass sie seine völlig zerschmetterte und verdrehte Leiche in den frühen Morgenstunden nahe der Höhle gefunden haben. Sie flehen euch in ihrer einfältigen, hinterwäldlerischen Art an, ihnen zu helfen, da niemand von ihnen in der körperlichen Verfassung ist oder den Mut besitzt, es mit dem Dämonen aufzunehmen.
Der Antiquitätenladen
Michael Laden fügt sich perfekt in das verwitterte und heruntergekommene Bild der Stadt ein. Die Bretter der Außenfassade hängen an manchen Stellen bereits herab. Andere Stellen der Wand sind leicht modrig und weisen Stellen von pelzigem Schimmelbefall auf – wahrscheinlich auf die Feuchtigkeit der Nähe zum Piechotta River zurückzuführen.
Ihr öffnet die knarrende Holztür und betretet das Geschäft. Der Innenraum gleicht einem riesigen Chaos. Hochaufgestapelte Kisten, jede Menge loses Zeug, Papiere und Blätter, seltsame Dinge und mit Tüchern abgedeckte Gegenstände füllen fast jeden Quadratmeter des Raumes aus. Staub hängt in der Luft und ist durch das einfallende Licht der Tür zu sehen. Ihr kommt aus dem Staunen kaum heraus. Vollgestopfte Regale, Gerümpel, Geschirr, antik aussehene Schwerter, Glaskugeln, staubige Bücher. Der Laden quillt über vor Gerümpel. Manche der Gegenstände wirken auf euch wie aus einem Museum. Eine alte Rüstung ist auf einer Kleiderpuppe aufgebaut. Auch fällt euch ein seltsamer Schädel auf, welcher einst einer Art gigantischer Echse gehört haben muss.
Der Thresen des Ladens is erstaunlich leer. Einzig ein in Leder gebundenes, zerfleddertes Buch liegt auf dem Tisch. Eine Weile ruht euer Blick auf dem beschädigten Buch. Ihr öffnet vorsichtig den Einband und lest die Worte "Miguel Cortades". Gespannt blättert ihr weiter in dem Werk, doch schnell folgt die Ernüchterung: Es ist auf Spanisch geschrieben. Auffällig ist auch, dass einige Seiten herausgerissen wurden und fehlen, andere Blätter weisen starke Verschmutzung auf und wurden nachträglich wieder zusammengesetzt. Ihr schaut euch die Verschmutzung etwas genauer an. Die Seiten scheinen längere Zeit in einer Mine, oder Höhle gelegen zu haben. Teile einer Karte sind zu sehen, aber ohne die fehlenden Seiten könnt ihr euch daraus keinen Reim machen.
